06.02.2020
IHM-Vorstandsvorsitzender Alexander Schulz (Reeperbahn Festival)

Neue IHM-Agenda "Hamburg Music 2030": Mehr Unterstützung durch Politik gefordert

Die Musikbranche setzt branchenübergreifende Impulse für die Stadt und ist eine tragende Säule des Wirtschafts-, Medien- und Kulturstandorts Hamburg. Als Vertretung der Hamburger Musikunternehmen hat die Interessengemeinschaft Hamburger Musikwirtschaft e.V. (IHM) den Maßnahmenkatalog „Hamburg Music 2030“ erarbeitet und fordert nun von der Politik Unterstützung bei der Umsetzung. Das Ziel: die Hansestadt innerhalb der nächsten 10 Jahre als eine der drei wichtigsten Musikwirtschaftsmetropolen in Europa zu etablieren. 
 
Hamburgs Musikwirtschaft ist in vielen Bereichen tonangebend: Die vielen, zumeist kleinen und mittleren Musikunternehmen agieren regional, national und international, schaffen damit tausende Arbeitsplätze und bewirken Ausstrahlungseffekte und Wertschöpfungen in anderen Sektoren – keine deutsche Stadt zieht beispielsweise mit Musik mehr Touristen an als Hamburg. Musik ist wesentlicher Imageträger und ausschlaggebender Grund für den Zuzug hochqualifizierter, junger Menschen aus aller Welt. Im bundesweiten Vergleich ist Hamburg für Beschäftigte in der Medienwirtschaft die beliebteste Stadt. In der Stadtentwicklung sind die Akteure der Musikwirtschaft zudem stets Pioniere bei der Gestaltung offener, urbaner Lebensräume. 

Um die internationale Führungsposition Hamburgs im Bereich der Musikwirtschaft auszubauen, hat die IHM als Branchenvertretung und europaweit größtes Netzwerk seiner Art mit den Akteuren der Musikbranche sieben Handlungsfelder definiert und einen Maßnahmenplan erstellt. Die zentralen Punkte:

  1. Musikwirtschaft als maßgebliches Handlungsfeld in Politik und Verwaltung, u.a. mithilfe einer Studie zur Standortbestimmung sowie den direkten und indirekten Effekten von Musik für die Stadt 

  2. Förderung eines modernen und zielgruppenorientierten Stadtmarketings durch Musik und Musikwirtschaft (regional, national, international) 

  3. Erhalt und Schaffung musikalisch genutzter, innenstadtnaher Räume, u.a. durch die Etablierung der IHM als Raumbedarfsermittlerin und Anlaufstelle für von den Bezirken und Senat gesteuerte Bauvorhaben sowie durch die Entwicklung eines Musikwirtschaftszentrums am Diebsteich 

  4. Fokussierung auf Qualifizierung und Bildung, u.a. durch den Ausbau des IHM-Weiterbildungszentrums „Music Business Summer School” zum bekanntesten Weiterbildungs- und Professionalisierungszentrum für Fachkräfte der internationalen Musikwirtschaft  

  5. Unterstützung der Musikwirtschaft bei ihrer Internationalisierung, u.a. durch Maßnahmen zur Vernetzung und Darstellung in internationalen Schlüsselmärkten (z.B. Markterkundungsreisen, Exportförderungsprogramme etc.) 

  6. Förderung von Innovation und Netzwerken, u.a. durch die Weiterentwicklung eines modernen Hamburger Musikpreises und die Unterstützung regionaler und internationaler Programme zur Innovationsförderung (z.B. Inkubatoren, Think Tanks) 

  7. Schaffung einer vielfältigen (Musik-)Medienlandschaft, u.a. durch die Etablierung eines „Förderfonds Hamburger Musikjournalismus”  

 
Die ausführliche Pressemitteilung findet sich hier. Weitere Forderungen enthält das Positionspapier „Hamburg Music 2030”. Download hier: https://t1p.de/hamburgmusic2030 

Foto: Robin Schmiedebach

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