Jahresrückblick Hamburg Music 2025
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Januar
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Neue Mitglieder
Unser Netzwerk wächst weiter! Auch 2025 haben sich zahlreiche Musikunternehmen entschieden, Teil von Hamburg Music zu werden. Wir freuen uns sehr über elf neue Mitglieder, die unseren Verband ab sofort mit ihrer Expertise bereichern. Herzlich willkommen:
Hamburg Music ESNS (Groningen)
Die erste unserer Präsenzen bei internationalen Branchenmessen findet traditionellerweise in Groningen statt: Im Januar waren wir wieder mit einer Hamburger Delegation beim ESNS in Groningen und haben dort auch wieder die Hamburg Music Reception veranstaltet – mittlerweile ein fester Programmpunkt bei ESNS.
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Februar
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Thomas Ertmer Karrieremessen
Im Rahmen unseres Fachkräfteprogramms haben wir die Musikwirtschaft auch 2025 wieder als attraktiven Arbeitgeber präsentiert – sowohl auf klassischen Karrieremessen als auch bei Branchenfestivals. Den Auftakt bildete im Februar die „Einstieg Hamburg“, gefolgt von weiteren Stationen wie der Vocatium im Sommer. Ziel dieser ganzjährigen Präsenz war es, im direkten Austausch mit Berufseinsteiger*innen über die vielfältigen Karrierewege in der Branche zu informieren. Begleitet wurden wir dabei von Mitgliedsunternehmen, die die Plattform nutzten, um junge Talente direkt anzusprechen.
Music Market Mission India
Gemeinsam mit unseren Partnerorganisationen aus Österreich, Tschechien und Irland steuerten wir im Februar im Rahmen unserer „Music Market Mission India” einen der spannendsten Wachstumsmärkte weltweit an. Eingebettet in die India International Music Week (IIMW), verschaffte die Delegationsreise den 16 teilnehmenden Unternehmen direkten Zugang zu lokalen Playern und frisches Markt-Know-how. Doch nicht nur das Geschäft vor Ort stand im Fokus: Der intensive Austausch innerhalb der bunt gemischten internationalen Reisegruppe erwies sich als mindestens ebenso wertvoll für künftige Kooperationen.
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März
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Hamburgische Bürgerschaft/Michael Zapf Bürgerschaftswahl 2025
Im Endspurt zur Hamburger Bürgerschaftswahl 2025 haben wir die Interessen der Musikwirtschaft noch einmal deutlich adressiert und aufgezeigt, was nötig ist, um den Musikstandort langfristig zu sichern. Unterstützt wurde dies durch eine vielgeklickte Reel-Serie in Kooperation mit Szene Hamburg, in der die Spitzenkandidat*innen zur Musikwirtschaft Stellung bezogen. Politisch gibt uns die Wahl Zuversicht: Der neue Koalitionsvertrag verspricht Unterstützung für die Musikwirtschaft bis 2030. Dass wir zudem die bewährte Zusammenarbeit mit Kultursenator Carsten Brosda fortsetzen können, ist für die Branche ein wichtiges Signal der Stabilität.
Thomas Ertmer Quereinstiegsprogramm Speed-Dating
Im März haben wir im Rahmen unserer Fachkräfteinitiative gezielt neue Recruiting-Pfade beschritten und mit unserem Quereinstiegsprogramm erstmals Talente angesprochen, die ihre Expertise aus anderen Branchen in die Musikwirtschaft einbringen wollen. Herzstück war das Speed Dating, bei dem wir externe Skills direkt mit dem konkreten Personalbedarf unserer Mitgliedsunternehmen zusammenbrachten – ein effektives Format, um frische Impulse zu setzen und passgenaue Matches zu generieren.
Lennart Deus SXSW
Eine unserer Branchenreisen führte uns auch 2025 wieder nach Austin. Gemeinsam mit dem Reeperbahn Festival luden wir dort zur beliebten „Reeperbahn Hamburgers“-Reception. Darüber hinaus waren wir im Auftrag der Initiative Musik in das Projektmanagement und die Produktion des „German Haus“ eingebunden. Ein wichtiger Impuls gelang uns zudem auf europäischer Ebene: Auf unsere Initiative hin feierte ein eigenständiges EU-Musikprogramm in Texas Premiere.
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April
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Laura Palling Tallinn Music Week
Bei der Tallinn Music Week im April haben wir das Thema „Music Industry Innovation“ ins Zentrum gerückt. So luden wir im Rahmen unseres MI-RAP-Projekts zum Expert*innen-Roundtable über Trends und Förderpolitiken und veranstalteten eine gut besuchte Networking-Reception. Teil der Reise war zudem eine Hamburger Unternehmensdelegation, die in Tallinn gezielt cross-sektorale Ansätze und deren Nutzen für den Standort Hamburg unter die Lupe nahm.
Hamburg Music c/o Pop
Unsere Weiterbildungsreihe „Inspiration Information“ begleitete die Branche auch 2025 mit zahlreichen Online-Seminaren. Im April luden wir mit der Music Business Summer School außerdem zum wiederholten Male zu einer gut besuchten Live-Session bei der c/o pop Convention in Köln. Im Fokus stand der effektive Einsatz von generativer KI.
HMI
Die Internationalisierung der Hamburger Musikwirtschaft blieb auch 2025 ein zentrales Thema. Über unser „Hamburg Music International“ (HMI) Export Program konnten kleine und mittlere Unternehmen erneut finanzielle Zuschüsse für ihre internationalen Aktivitäten abrufen - beispielsweise um neue Zielmärkte zu erschließen und Export- sowie Importstrategien voranzutreiben. Auch 2026 wird es eine Förderrunde beim HMI Export Program geben – interessierte Unternehmen mit Export- oder Importvorhaben sind eingeladen, sich frühzeitig über die Fördermöglichkeiten zu informieren.
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Mai
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Hamburg Music AboutPop
Im Mai waren wir bei der „AboutPop“ in Stuttgart präsent. Beim „Music Business Mix & Mingle“ vernetzten wir uns mit der Branche und nutzten die Plattform, um Talente für unsere Bildungsangebote zu begeistern – allen voran für die Music Business Summer School und die neue Artist Management Summer School.
Jan-Marius Komorek MI-RAP-Innovationsprojekte
Unser EU-Projekt MI-RAP widmet sich der Resilienz und Zukunftsfähigkeit der Branche. In diesem Rahmen haben wir ein umfassendes Maßnahmenpaket geschnürt, um die Hamburger Musikwirtschaft fit für die Zukunft zu machen. Das Angebot reichte vom strategischen „Innovation Coaching“ bis zu fachspezifischen Networking-Events. Im Mai fiel dabei der Startschuss für unser Trainingsprogramm „AI@Work“: Mit dem ersten Workshop legten wir den Fokus auf praxisnahes Know-how und konkrete Anwendungsbeispiele für den Arbeitsalltag mit Künstlicher Intelligenz.
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Juni
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Louisa Schwope Neuer Beirat
Auf der Mitgliederversammlung wurden wichtige Weichen für die Verbandsstruktur gestellt – unter anderem durch Satzungsänderungen, die künftig dem Vorstand die Entscheidung über die Beiratszusammensetzung übertragen. In diesem Jahr wählten die Mitglieder das Gremium noch direkt: Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit Eduardo Garcia (German Wahnsinn), Christian Gerlach (Neuland Concerts), Lars Ingwersen (Schiff & Anker), Karsten Jahnke (Karsten Jahnke Konzertdirektion), Katharina Köhler (Deichkind Management), Molly Mönch (Audiolith), Manuela Nikele (375 Media), Frank Otto (FerryHouse) und Uriz von Oertzen (hilife events).
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Juli
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FLINTA*-Lunch
Auch 2025 luden wir regelmäßig zum „Hamburg Music Lunch“, um die Branche fernab von starren Tagesordnungen zu vernetzen. Im Juli feierte dabei ein besonderes Format Premiere: unsere erste FLINTA*-Edition. Neben dem persönlichen Austausch und Networking nutzten wir die Runde auch, um wertvolles Feedback zu sammeln und unsere künftigen Verbandsangebote noch präziser auf die Bedarfe von FLINTA*-Personen in der Musikwirtschaft zuzuschneiden.
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August
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Thomas Ertmer Hamburg Music Drinks
Im August folgte im Mojo Jazz Café die zweite 2025er-Ausgabe unseres beliebten After-Work-Formats „Hamburg Music Drinks“. Wie schon im März stand der entspannte, agendafreie Austausch bei kühlen Getränken im Vordergrund. Auch die Teilnehmenden unseres Quereinstiegsprogramms waren wieder vor Ort – für anwesende Unternehmen die perfekte Gelegenheit, in lockerer Atmosphäre potenzielle neue Teammitglieder kennenzulernen.
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September
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Thomas Ertmer MBSS
Mit 80 Teilnehmenden war unsere Music Business Summer School in diesem Jahr so stark frequentiert wie nie zuvor. Ein wesentlicher Treiber dieses Erfolgs war eine echte Premiere: Erstmals erweiterten wir das Programm – neben Music Publishing, Live Entertainment und Recorded Music – um die Artist Management Summer School. Unser Weiterbildungs-Flaggschiff bot auch 2025 nicht nur intensiven Wissenstransfer, sondern dank Rahmenprogramm und Anbindung an das Reeperbahn Festival auch exzellente Networking-Chancen für den Branchennachwuchs.
Thomas Ertmer Reeperbahn Festival
Apropos Reeperbahn Festival: In diesem Jahr war Hamburg Music dort so präsent wie nie! Unser etabliertes „Hamburg Haus“ im Klubhaus St. Pauli öffnete drei Tage lang seine Türen. Ob beim politischen „Soundcheck“, den internationalen Matchmakings oder den abendlichen Showcases – die Resonanz war groß und sorgte durchgehend für volles Haus. Zusätzlich setzten wir einen neuen Akzent auf dem Heiligengeistfeld: Mit der „Careers Corner“ waren wir erstmals im Festival Village vertreten. Dort konnten Besucher*innen per VR-Brille immersiv in die Berufsbilder der Musikbranche eintauchen – eine innovative Erweiterung unserer Fachkräfteinitiative.
Niklas Marc Heinecke Hamburg Music Boost
Im September startete die nächste Phase unseres Weiterbildungsprogramms „Hamburg Music Boost“. Mit Seminaren zu Themen wie Personalführung, Digitalem Marketing und Stressmanagement stellten wir der Hamburger Branche erneut praxisnahes Know-how zur Verfügung. Dank der umfangreichen Förderung durch EU und Stadt, die 90 Prozent der Kosten trugen, konnten die Unternehmen dieses hochwertige Angebot wieder mit einem minimalen Eigenanteil nutzen. Das Programm wird auch im kommenden Jahr fortgesetzt. Zudem besteht für Unternehmen weiterhin die Möglichkeit, spezifische Bedarfe für geförderte Inhouse-Coachings direkt bei uns anzumelden.
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Oktober
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Imagestudie
Im Oktober haben wir in der Handelskammer unsere neue Imagestudie vorgestellt. Diese belegt: Musik ist weit mehr als „nice to have“ – sie ist ein harter Standortfaktor. Ob als Magnet für hochqualifizierte Fachkräfte oder als entscheidender Reiseanlass für den Tourismus: Die Strahlkraft der Musikstadt Hamburg ist messbar. Damit haben wir „gefühlte Wahrheiten“ in belastbare Zahlen verwandelt, die unserer politischen Interessenvertretung nun als starkes Fundament dienen und die auch medial ein großes Echo auslösten.
Geschäftsanbahnungsreise Japan
Ebenfalls im Oktober führten wir eine Delegation deutscher Musikunternehmen nach Tokio. In Kooperation mit der AHK Japan und im Auftrag des Bundeswirtschaftsministeriums organisierten wir eine fünftägige Geschäftsanbahnungsreise, die nahtlos an unsere bisherigen Aktivitäten in der Region anknüpfte. Für die exportorientierten Teilnehmer*innen stand dabei der nachhaltige Marktzugang im Fokus: Durch kuratierte B2B-Meetings und Matchmakings konnten wertvolle Kontakte geknüpft werden, um das Geschäft im asiatisch-pazifischen Raum langfristig auszubauen.
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November
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Clémence Clara-Faure Music Market Mission Canada
Im November führte uns eine weitere Delegationsreise über den Atlantik: Ziel war die renommierte Branchenkonferenz „M for Montréal“ in Kanada. Für die mitgereisten Fachleute aus Hamburg war der Trip eine ideale Gelegenheit, ihre Fühler tiefer in den nordamerikanischen Markt auszustrecken. Ob beim exklusiven Networking-Dinner, dem kuratierten Matchmaking oder unserer eigenen Reception: Im Fokus stand der direkte Austausch, um langfristige Geschäftskontakte zu kanadischen Partnern aufzubauen und das internationale Netzwerk zu verdichten.
Hamburg Music Hamburg Music Party
Volles Haus auf der Großen Freiheit: Ende November kamen rund 450 Gäste aus Musikwirtschaft, Politik und Verwaltung zur ersten „Hamburg Music Party” im legendären Gruenspan zusammen. Was 2024 als Jubiläumsfeier begann, ist ab jetzt ein fester Termin im Kalender. Der Ansturm sprach für sich: Dieser gemeinsame Jahresabschluss hat der Branche in den letzten Jahren gefehlt. Bis in die späten Stunden wurde genetzwerkt, angestoßen und das Jahr gebührend verabschiedet.
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Dezember
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Hamburg Music (KI-generiert) That’s all folks!
Hinter uns liegt ein Jahr ohne lange Atempausen: Ob Internationalisierung, Fachkräfteinitiative oder Innovationsoffensive – die Projektdichte war 2025 so hoch wie nie. Was bleibt, ist vor allem die Erkenntnis, dass der Zusammenhalt unserer Branche in dieser Stadt ein echtes Alleinstellungsmerkmal ist. Dafür ein riesiges Danke an unsere Förder*innen, Partner*innen und vor allem an unsere Mitglieder! Politisch nehmen wir diesen Schwung mit nach 2026. Der Rahmen bis 2030 steht, nun geht es an die Umsetzung. Unser Ziel ist es, die im Koalitionsvertrag verankerten Versprechen in greifbare Infrastruktur zu übersetzen. Unsere Agenda dafür ist klar definiert: Wir setzen uns ein für die Schaffung eines zentralen Ortes für Innovation und Vernetzung, den Ausbau exzellenter Aus- und Weiterbildungsstrukturen sowie die Sicherung neuer Kreativräume – vom Palomaviertel bis zum Diebsteich. Zudem gilt es, Hamburgs Vorreiterrolle im Musiktourismus zu sichern und die Internationalisierung der Branche konsequent voranzutreiben.